Montag, 9. Dezember 2019

[Rezension] "Myalig gestohlene Leben" von Laura Kier



Inhalt/Klappentext:

Ein verlassener Weinberg. Ein Luftschiff im Gewitter. Ein verborgenes Labor. Seit Jahren fordert die Krankheit Myalig unzählige Leben. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, werden ganze Dörfer ausgelöscht. Auch Amanda wird beinahe Opfer der Säuberungen, obwohl sie die Krankheit überlebt hat. In der Hoffnung, Amanda könnte der Schlüssel zu einem Heilmittel sein, schickt Graf Levente von Sonnfried seinen Androiden, um sie zu retten. Doch wird sie bei Levente ankommen? Und ist sie wirklich der Schlüssel zur Heilung von Myalig? Die Schöne und das Biest einmal anders. In »Myalig – gestohlene Leben« lässt Laura Kier Weinreben in karger Erde wachsen und treibt Zahnräder mit Sonnenenergie an. Das französische Volksmärchen im Steampunk-Setting wird zu einer düsteren Geschichte über Vertrauen, Ausgrenzung und den Kampf um Menschlichkeit. 18. Band der Märchenspinnerei.

Meine Meinung zum Buch:

Cover:

Das Cover ist von der Autorin selbst mit Aquarellfarben entworfen/gemalt und zeigt eine Frau in einem Glasbassin. Sie wird über Schläuche versorgt. Rosen blühen am Fuß des Behälters. Ein sehr schönes Cover, in dem sich der Inhalt der Geschichte schön spiegelt. HIER findet ihr die Entstehlung des Covers auf der Autorenseite von Laura Kier:


Inhalt:

Als Vorlage für diese schöne Märchenadaption dient die Geschichte von "Die Schöne und das Biest".

Amanda hat die furchtbare Seuche Myalic überlebt. Bisher hat dies keiner der Infizierten geschafft. Jeder der mit der Krankheit in Kontakt gekommen ist, wird von der Regierung gnadenlos gejagt. Es finden Säuberungen statt, bei denen die Einwohner ganzer Dörfer beseitigt werden. Niemand ist mehr sicher. Amandas Familie schickt sie fort. Mit einigen Jungpflanzen des Elterlichen Weinbergs wird sie auf die Reise zu Graf Levante geschickt, der nach einem Heilmittel sucht. Nach einer gefährlichen Reise kommt sie nun auf dem verfallenen Anwesen des Grafen an und findet einen Mann vor, der ebenso verwahrlost ist wie sein Wohnsitz. Der fanatische Forscher hat nicht viel für Amanda übrig und so muss sie sich selbst ihren Platz in ihrem neuen Heim erobern. Als sie eine erschreckende Entdeckung in einem verborgenen Teil des Hauses macht, geraten die Dinge aus der Bahn und Amanda und der Graf müssen den Weg aus der Hoffnungslosigkeit gemeinsam finden.


Schreibstil:

Laura Kier hat einen wirklich angenehmen Schreibstil, der einen einfühlsam durch die Geschichte führt. Die Charaktere haben mich gefangen genommen und gerade Amanda und den "Nicht-Menschen" Bartholomew fand ich sehr gelungen. Graf Levante hingegen blieb für mich nicht greifbar und leider ein wenig farblos. Die Geschichte hat mich schnell gefesselt und auch, wenn es für mich einen Teil gab, der sich zu sehr in die Länge gezogen hat, wollte ich doch immer wissen, wie die Geschichte weitergeht. Das Finale hätte für meinen Geschmack noch intensiver ausfallen können und ich hätte mir ein Fünkchen mehr Gefühl/Drama gewünscht.

Fazit:

Eine gelungene Geschichte die auf Hoffnung, Toleranz und das Gute im Menschen anspielt. Die Märchen-Adaption zu "Die Schöne und das Biest" spielt in  einem gelungenen Steampunk-Setting, regt zum Nachdenken an und ist ein Aufruf zu mehr Menschlichkeit.

4 Sterne




Ich bedanke mich ganz herzlich bei der Autorin für das Rezensionsexemplar. 


Titel: Myalig - gestohlene Leben
Autor: Laura Kier
Format: Taschenbuch  E-Book
Preis: 12,90 € / 3,99 €
Seitenzahl: 293
Genre: Märchenadaption
ISBN-13: 978-3964270030

Verlag: Selfpublisching

Meine Bewertung: 4 Sterne


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